Mittwoch, 19 November 2014 01:00

Das Märchen "Welpenschutz"

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Welpenschutz

Es war einmal ein Welpe... So beginnen alle großen Märchen unserer Zeit. Und wisst Ihr auch warum Märchen so beginnen? Weil Sie davon sprechen "was einmal war" - sie erzählen die Vergangenheit. Und das könnte daran liegen weil Hundebesitzer immer noch an das Märchen des Welpenschutzes glauben.

Viele Hundebesitzer machen sich keine Sorgen, wenn sie beim Gassigehen mit ihrem Welpen auf andere Hunde treffen – sie gehen davon aus, dass den Kleinen nichts passiert, da sie ja noch Welpenschutz genießen.

Aber Vorsicht: Der Welpenschutz existiert nur im eigenen Rudel und auch da nur begrenzt. Ihr solltet also stets wachsam sein, wenn Ihr mit eurem Welpen unterwegs seit.

1. Begrenzter Welpenschutz im eigenen Rudel

Es gibt bei Hunden zwar tatsächlich eine Art Welpenschutz, aber dieser ist sehr begrenzt. Er gilt nur im eigenen Rudel unter Hunden, die blutsverwandt sind, und auch nur bei Welpen, die höchstens 14 Wochen alt sind. Dieser Welpenschutz dient dem Erhalt der eigenen Art und kann von fremden Hunden nicht erwartet werden. Wenn du mit deinem Hundesprössling unterwegs bist, kannst du dich also nicht darauf verlassen, dass fremde Hunde es ihm durchgehen lassen, wenn er ihnen auf der Nase herumtanzt.

2. Gutes Benehmen ≠ Welpenschutz

Dass sich die meisten älteren Hunde geduldig gegenüber jungen Hunden und Welpen zeigen, liegt an ihrer Lebenserfahrung und ihrer Erziehung. Auf zahlreichen Spaziergängen und in Hundeschulen haben sie gelernt, sich den wuseligen kleinen Welpen gegenüber nicht aggressiv zu verhalten, sondern ihre Spielattacken sanft zurückzuweisen. Doch auch dieses Verhalten kann nicht als genereller Welpenschutz verstanden werden. Denn Hunde, die dieses gute Benehmen nicht gelernt haben, können für Welpen durchaus gefährlich werden.

3. Kommunikation deines Welpen auf allen Ebenen

Bei der ersten Begegnung deines Welpen mit einem fremden Hund solltest du daher vorsichtig und besonders aufmerksam sein. Vor allem von läufigen Hündinnen oder gerade erst ausgewachsenen Hunden werden Welpen nicht unbedingt sanft behandelt. Nimm deinen Welpen lieber an die Leine und gehe mit ihm gemeinsam langsam auf die fremden Hunde zu. Damit verhinderst du eine zu stürmische Begrüßung deines Welpen und hast genug Ruhe und Zeit, um mit dem anderen Hundebesitzer zu klären, wie sein Hund auf Jungtiere reagiert. Auf jeden Fall solltest du darauf achten, dass dein Schützling dem älteren Hund nicht in den Schulterbereich springt! So hat dein Welpe die Chance, auf behutsame Weise zu lernen, wie er sich fremden Hunden gegenüber verhalten sollte, und ihre Signale zu verstehen. Am besten unterstützt du den Lernprozess deines Hundenachwuchses, wenn du mit ihm eine Welpenschule besuchst. Ideal wäre es auch, wenn deine Freundin oder dein Freund einen gut sozialisierten ausgewachsenen Hund besäße. Mit diesem könnte dein kleiner Welpe regelmäßigen Kontakt haben. So lernt er den richtigen Umgang mit dem „Großen“ und kann sein eigenes Sozialverhalten festigen.

 

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